Roggenburg: Die Rückkehr der reitenden Ritter in Roggenburg
Donnernder Hufschlag erfüllt den Turnierplatz, funkensprühende Eisen und klingende Schwerter zeugen vom ritterlichen Schlagabtausch um Ehre und die Gunst des Publikums. Über 750 Jahre später erwacht im Schatten des Roggenburger Klosters das Mittelalter zu ...
Anno 1232. Donnernder Hufschlag erfüllt den Turnierplatz, funkensprühende Eisen und klingende Schwerter zeugen vom ritterlichen Schlagabtausch um Ehre und die Gunst des Publikums. Über 750 Jahre später erwacht im Schatten des Roggenburger Klosters das Mittelalter zu neuem Leben: Mit tollkühnen Zweikämpfen schwertgerüsteter Recken und buntem Markttreiben bereiteten die Akteure des Vereins "Armati Equites" ein Fest wie zu Zeit Kaiser Friedrichs II. Rund um die Arena bot ein mittelalterlicher Markt wie auch das Lager der Ritter samt vergessene Zeit: Rüstungsmacher gingen ihrem Handwerk nach, die Schmiede arbeiteten am offenen Feuer, Gaukler und Narren boten Kurzweil und in großen Pfannen brutzelten handgeschabte Kässpatzen. Bei Einbruch der Dämmerung dann der bewegende Moment, da die edlen Recken samt Gefolge die Arena betraten, sich die schillernden Akteure der Zweikämpfe auf ihren prächtigen Pferden präsentierten und - wie ihre mittelalterlichen Vorbilder - vor der Turnierleitung feierlich gelobten, die Regeln zu beachten. Neun tapfere Ritter aus den Lagern der Welfen und der Gefolge geben Einblicke in eine längst vergangene Zeit.
Stauffer, die ihr Schwert und Roß wohl zu beherrschen und um die Gunst des Publikums zu kämpfen wußten, darunter auch der „Lokalmatador“ Graf Mathis von Drachenfels (Mathias Taubert, Vorsitzender des Vereins Armati Equites), auch "der Roggenburger" genannt. Hoch zu Roß preschten die tollkühnen Recken über den Platz, saßen bei Ringstechen, der Hatz auf die (hölzerne) Sau, im Schwertduell oder beim traditionellen Lanzenstechen ihre Kräfte. Unser Foto zeigt höfisches Zeremoniell im Mittelalter.







