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Pfuhl: MITTELALTERLICHES BRUNNENFEST / Ritter und Gaukler

Schwerter und Streitäxte susesen auf schwerre Schilde nieder, markige Sprüche und Schreie begleiten die Kämpfe der Ritter. Ein buntes Spektakel bot sich den Besuchern des mittelalterlichen Brunnenfests auf dem Pfuhler Trissino-Platz am vergangenen Wochenende ...

Wuchtige Hiebe und zünftiges Essen

Farbenprächtiges Spektakel rund um den Pfuhler Trissino-Brunnen

Schwerter und Streitäxte susesen auf schwerre Schilde nieder, markige Sprüche und Schreie begleiten die Kämpfe der Ritter. Ein buntes Spektakel bot sich den Besuchern des mittelalterlichen Brunnenfests auf dem Pfuhler Trissino-Platz am vergangenen Wochenende.

WERNER GALLBRONNER

"Mama, tut das denen weh?" So fragte besorgt ein Kind, als zwei Ritter mit Schwertern aufeinander einschlugen. "Nein die üben das, damit es nicht weh tut. Das ist wie im Theater", beruhigte die Mutter. Daß aber durchaus Wucht hinter den Hieben steckt, zeigte der zerbeulte Schild eines Kämpfers, der mit einer Streitaxt wieder gerade geklopft werden mußte.

Zwei Tage lang feierte die Zunft der Pfuhler Handwerker und Kramer ihr gut besuchtes Brauchtumsfest. Mit dabei war in diesem Jahr die Ritterschar der "Armati Equites" samt ihren Zelten, Rössern und Gefolge. Mit ihren Vorführungen standen sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Aber auch um sie herum wurde viel geboten. Kilian, der Narr, sang seine Lieder, Wolfgang, der Maler, zeichnete Portraits und die Kinder konnten sich im Drachenstechen üben. Auch Speis und Trank wurde in mittelalterlichem Ambiente gereicht. Es gab unter anderem "Spiesse mit Fleisch vom Swyn in Fladenbrot", Spanferkel, dunkles Bier und Met. Bezahlt wurde natürlich mit Silberlingen. Vor allem die Jüngeren hatten viel Spaß an dem farbenprächtigen Fest am Trissino-Brunnen.

Mutig zog ein Dreikäsehoch gegen einen gestandenen Ritter sein Holzschwert und forderte ihn zum Duell. Der Recke ließ sich auch prompt niederstrecken. Andere hauten sich, auf einem Balken stehend, Strohsäcke um die Ohren, bewunderten die Rüstungen und Zelte oder wollten einfach mal auf einem Esel sitzen.

Quelle: 
Werner Gallbronner
Erscheinungsdatum: 
24. Februar 1998