Ritter Andreas von Frohnmayor

Geschichte
Als Nachkomme einer weitläufige Familie, die neben ihrem Stammsitz in Althengstett nahe Calw über viele Ländereien und beträchtlichen Wohlstand verfügte, könnte sich Ritter Andreas von Frohnmayor glücklich schätzen. Doch wie so häufig – auch Verwandtschaft ist etwas, was im Übermaße genossen, schnell zu Beschwerden führen kann. So ist es auch in der Familie Frohnmayor wie in vielen Anderen: So weitläufig, wie sie ist, so zerstritten ist sie auch, und so wohlhabend wie man ist, so wenig gönnt man Anderen.

Eines von sehr vielen jüngeren Kindern, war es für Andreas deshalb nicht einfach sich zu behaupten, stand er doch ständig im Wettbewerb mit seinen Geschwistern (mit Ausnahme seiner Zwillingsschwester Sarah) in fast jeder Beziehung. Mit den Jahren wurde es dem heranwachsenden Andreas schlußendlich immer klarer, daß die Ränkespiele und der Streit der Vielen um die Lehen und Güter, die die Onkel, Tanten und andere Anverwandte zu vererben hatten, nicht enden würde. Und für die, die nicht rücksichtslos genug wären, bliebe dann nur die Wahl zwischen einem Leben als Handlanger eines Verwandten oder dem Eintritt in ein Kloster, von denen auch nicht wenige schon einen Vorsteher aus seiner Familie hatten. Nichts davon konnte ihn -verständlicher Weise- recht begeistern. Ebenso widerstrebte es im zu sehen, daß seine Schwester Sarah statt als Frau hauptsächlich als Heiratsgut angesehen wurde, das man wie eine Zuchtkuh zum höchsten Gewinn an den geben würde, der nur am Meisten zahlen würde. Doch was sollte er tun?

Als er jedoch die Jahre als Page beendet hatte, und als Halbwüchsiger einem seiner Onkel im Osten der Ländereien nahe Göppingen als Knappe angedient wurde, tat sich für Andreas eine andere Welt auf. Er reiste mit seinem Oheim durch weit entfernte Lande, fernab vom familiären Zwist. Er lernte zu Kämpfen und die Freiheit so wie auch die Brüderschaft derer unter Waffen zu schätzen. Und so begab es sich, daß er nach seinem Ritterschlag, der ihn in die Riege der Freien erhob, zur Empörung seiner Verwandten sich nicht brav einreihte. Andreas nahm prompt sein Säckel, kaufte sich von seinem Erbteil ein Gut auf einem schönen Berg, auf dem er seine Schwester als Verwalterin einsetzte, und entschied sich, lieber die Welt zu sehen und fernab des familiären Zwists sein Glück zu suchen.

Wappen
In Rot ein durchgehendes gleicharmiges silbernes Kreuz, auf dem Balkenschnittpunkt belegt mit einer goldenbebutzten grünbespitzten roten Rose und bewinkelt von vier golden- bebutzten grünbespitzten silbernen Rosen. Auf dem rot-silbern bewulsteten Helm mit rot-silbernen Decken eine goldenbebutzte grünbespitzte silberne Rose, angestemmt zwischen einem auf jeder Saxe mit einem silbernen Hochkreuz belegten roten offenen Flug.