Ritter Ulrich von Gundelfingen

Geschichte
Ritter Ulrich entstammt dem Geschlecht der Herren von Gundelfingen-Hellenstein, die aus dem Gebiet um Dillingen an der Donau stammen, deren Stammsitz die -ehemalige- Burg Gundelfingen ist. Unter Anderem durch die Nähe zum Kaiser der Gebrüder Rupert, Diemo II. und Gottfried als Vasallen von Friedrich Barbarossa hatten die Herren von Gundelfingen das Wohlwollen der Staufer und an verschiedenen Stellen abseits ihres Stammsitzes neue Güter erworben, wie beispielsweise die Güter des Zisterzienserklosters Heilsbronn nahe Gunzenhausen, im Ries (um Flochberg), im nördlichen Härtsfeld und im Zusamtal. Durch Heirat vermehrte sich der Wohlstand ebenfalls; so fielen ihnen etwa Rechte in Altenmünster als Mitgift der Agnes von Dillingen (um 1250) oder in Wullenstetten (nahe Senden) aus der Verbindung mit den Kirchbergern zu.

Ulrich selbst, Nachkomme von Gottfried von Gundelfingen, ist ein gesellschaftlich-politischer Stratege, der neben dem wirtschaftlichen Geschick durch Förderung von kirchlichen Gütern und Verbindungen schließlich auch die nahe Gundelfingen gelegene Reichsburg Hellenstein unblutig in seinen Besitz bringen kann. Neben den Qualitäten in Handel und Politik ist Ulrich aber hinsichtlich seines Charakters kein tadelloser Ruf beschieden. Vielmehr gilt er trotz seinem höfisches Gebaren als der Weiblichkeit, fröhlichem Zechen und Wettbewerben wie Turnieren deutlich mehr zugetan, als es ziemlich wäre.

Wappen
Von den Herren von Gundelfingen-Hellenstein sind mehrere Siegel überliefert, die zwei (schwarze) Querbalken (auf silbernem Grund) in einem Rautenschild zeigen.

Das Streitross
Des Gundelfingers Streitross ist die Schimmelstute Helena.