Wernher von Nordholz

Geschichte

Wernher von Nordholz wuchs als Sohn staufischer Reichsministeriale im Schwabenland auf. Die Burg Nordholz, die im Besitz seiner Familie lag, war Bestandteil eines Netzes von Anlagen zur Sicherung der Reichsherrschaft, welches sich von Eger bis nach Franken erstreckte. Den Nordholzern kam aufgrund ihrer geographischen Lage eine besondere Aufgabe in diesem Nachrichtendienst zu.

Schon seit Kindestagen an war Wernher von Nordholz für sein ungestümes Gemüt bekannt. Nicht nur im Kampf mit dem Schwert setzte er seinen Willen durch, sondern auch in manchen machtpolitischen Angelegenheiten. Ihm gelang es beispielsweise um das Jahr 1179, die Schenkung gewisser Besitzungen von Rupert von Werdan das Kloster Ottobeuren anzuzweifeln und stattdessen eigene Ansprüche für die besagten freieigenen Güter nachzuweisen.So erhielt er diese schließlich vom Ottobeurener Abt als Lehen.

Auf einer seiner Reisen durch das Schwabenland knüpfte Wernher von Nordholz Kontakte mit dem Geschlecht derer zu Giengen-Vohburg. Da ihm sein guter Ruf im Kampfe weit vorauseilte, wurde er ersucht, ob er nicht Lehrmeister für den jungen Konrad zu Giengen-Vohburg werden wolle. Wernher willigte ein und stand fortan dem jungen Recken, der unter dem Wappen des güldenen Einhorns ritt, zur Seite.

Wappen
Von Grün auf Rot geviert, mittig belegt mit einem goldenen Mühlrad.