Halgrim Einarsson

Geschichte
Mehrere Wochen schon segelte Hallgrimm mit seinem Vater und dessen Mannschaft die Donau hinauf, das Langschiff beladen mit allerlei Handelsgut, feinen Pelzen, Bernstein und Gewürzen. Wann immer sie konnten, legten sie an, machten mit den Einheimischen Geschäfte und tauschten Nachrichten aus. – So lange, bis Hallgrimm eines Nachts die Feuer eines entfernten Heerlagers sah. Getrieben von Abenteuer und seinem jugendlichen Leichtsinn, schlich er sich im Dunkeln von Bord. Im sich zum Kampf rüstenden Lager, fiel er den Hiesigen durch seine nordische Erscheinung zwar auf, wurde aber für einen Söldner gehalten und geriet so mitten in die Schlacht. Es war nicht das erste Mal, das er Schwert und Axt gegen seine Gegner richtete – aber wohl das blutigste. Erst als sich die Dämmerung übers Land legte und die Toten auf dem Schlachtfeld gezählt wurden, kam Hallgrimm wieder zu sich. Er fand sich neben einem anderen Söldner wieder; sie stützten sich gegenseitig, um vom Feld zu kommen. Christianus von Tussa heiße er, sagte der andere, und er sei auf dem Weg zum nächsten Kampf, in dem er sich sein nächstes Bier verdienen könne. Da das Langschiff seines Vaters ohne ihn abgelegt hatte, und Hallgrimm Einarsson nun allein auf sich gestellt war in diesem fremden Land, beschloss er, sich dem Söldner anzuschließen. Fortan kämpften sie Seite an Seite.