Gunnar Rayeckson (Der Isländer)

Geschichte
Gunnar wurde als Sohn eines Händlers in Reykjavík, auf der Insel Island, geboren. Sein Vater war sehr erfolgreich bei seinen Handelsfahrten und trieb mit seiner Knorr in der gesamten Nordsee Handel. Gunnar lernte lesen und schreiben da sein Vater erwartete, dass dieser eines Tages in seine Fußstapfen treten würde. Doch als er älter wurde interessierte er sich mehr für das Kämpfen und die alten Geschichten über seine Wikinger Vorfahren und ihre Raubzüge. So nahm der Bruder seiner Mutter, der Gode von Reykjavík, sich seiner an. Sein Onkel war ein grimmiger und erfahrener Krieger und bildete ihn im Kampf mit der Axt und dem Schwert aus. Auch der Umgang mit dem Langbogen wurde ihm beigebracht. Sein Onkel sah, dass der Bursche Talent hatte und riet ihm oft doch einer seiner Huscarls zu werden. So willigte Gunnar ein und schwor seinem Onkel die Treue.

Nachdem er zwei Jahre in dessen Dienst stand und mehrere Kämpfe gegen andere Godentümer für seinen Onkel geschlagen hatte, wurde dieser von einem befeindeten Goden getötet. Von seinem Treueeid entbunden und traurig über den Verlust seines Lehrmeisters und Herren wollte Gunnar Abstand von den Streitigkeiten der Goden nehmen. So entschloss er sich als Wächter auf dem Schiff seines Vaters zu dienen, aber dazu kam es nie. Ein paar Tage bevor sie in See stechen sollten bemerkte er wie ein angesehener Landbesitzer von Reykjavík hämisch über seinen verstorbenen Onkel herzog. Voller Zorn forderte er ihn auf zu schweigen, aber dieser weigerte sich. Es kam zu einem heftigen Streit der damit endete, dass Gunnar seine Axt in dessen Schädel versenkte. Deshalb wurde Gunnar zum hohen Gericht von Island, dem Althing, gebracht und des Mordes angeklagt. Das Althing beriet lange und entschied das für diese Tat nur die Verbannung in Frage kam. Nichts beherrschend außer dem Kriegshandwerk entschied sich Gunnar als Söldner fern der Heimat zu beweisen. Er segelte mit dem Handelsschiff seines Vaters erst in das dänische Friesland und zog dann weiter ins Heilige Römische Reich.

Nachdem Gunnar 4 Jahre von Grafschaft zu Grafschaft gezogen war und sich sowohl auf dem Schlachtfeld als auch als Leibwächter bewiesen hatte, landete er in einem Heerlager welches kurz vor der Schlacht stand. Prompt wurde er angeworben, da Kämpfer gebraucht wurden. Gunnar rüstete sich für die Schlacht und stand kurz darauf in vorderster Front. Der Angriff der feindlichen Armee war erbittert und so fand sich Gunnar bald in mitten eines wilden Getümmels. Schließlich schaffte er es auszubrechen, wurde aber von einem Krieger mit grün auf rot gevierten Wappenrock aufgehalten. Wild entschlossen mit seiner Axt dessen Schädel zu spalten stürmte er auf ihn zu. Sein Feind jedoch war im Kampf erfahrener als Gunnar und schlitzte nach einem wilden Kampf dessen Schenkel auf. Schwer verwundet sank er zu Boden und verlor das Bewusstsein nachdem sein Kontrahent ihn mit dem Griff seines Schwertes auf den Kopf schlug. Einige Stunden später wachte er im Feldlazarett der befeindeten Truppen auf. Einige Nordmänner welche dort als Söldner dienten hielten ihn für einen der ihren und sammelten ihn vom Schlachtfeld auf. Gunnar hatte Glück, denn die Armee derer er sich ursprünglich angeschlossen hatte wurde vernichtend geschlagen und so wäre er an Ort und Stelle verblutet. Die Siegesfeier war im vollen Gange als er auf seine Axt gestützt durch das Lager humpelte. Bei den Zelten der Nordmänner angekommen erfuhr Gunnar dann wer ihn im Kampf besiegte. Es war Graf Wernher von Nordholz, ein erfahrener Kämpfer und einer der Anführer des Feldlagers. Gunnar war beindruckt, da ihn bis dahin nur wenige bezwingen konnten. So machte er sich am nächsten Morgen auf und marschierte zum Zelt des Grafen. Dort angekommen bot Gunnar an sich seinem Gefolge anzuschließen und fortan seine Axt nur noch für ihn zu erheben. Überrascht als auch beindruckt, dass der junge Nordmann den Kampf überlebt hat, willigte von Nordholz ein.

Seit diesem Tage kämpft Gunnar furchtlos und treu ergeben an der Seite des Grafen, gegen jeden Feind der es wagt ihn herauszufordern.