Helena Grünenberg

Geschichte
Als Tochter eines Schneiders in Kempten im Allgäu geboren, lebte sie zunächst mit ihrer Familie unter eher ärmlichen Umständen. Da Helena die einzige Tochter der Familie war, musste sie bereits früh ihren Beitrag in der Schneiderei leisten. Nachdem ihr älterer Bruder Alexander bei einem tragischen Brand ums Leben kam, durfte sie ihren Vater beim Kreieren und Zuschneiden unterstützten. Mit der Zeit merkte der Vater, dass Helena durchaus auch bei geschäftlichen Dingen von Nutzen sein konnte und entschied sich daher, sie das Lesen und Schreiben zu lehren. Im Laufe der Zeit spann Helena gemeinsam mit ihrem Vater Pläne, um die Schneiderei ertragreicher zu machen. Den beiden wurde klar, dass nur eine Verbindung zur Handelsstraße nach Italien einen entscheidenden Vorteil bringen könnte, da sie dann mit Stoffen arbeiten würden, die im ganzen südlichen Raum begehrt waren. So zog die Familie Grünenberg nach Füssen im Allgäu und baute sich dort zunächst kleinere Handelsbeziehungen auf. Über die Jahre gelang es auf diese Weise, dass die Schneiderei zunehmend florierte, woraufhin ihr Vater Mitte des 13. Jhd. das Bürgerrecht in Füssen erwerben konnte.